Irène Cramm, Museumsleiterin Bourbaki Panorama Luzern
Bild: Bea Weinmann
1/2 Irène Cramm, Museumsleiterin Bourbaki Panorama Luzern Bild: Bea Weinmann
Mit der richtigen Optik zum «Sehwunder»
Bild: Kathrin Schulthess
2/2 Mit der richtigen Optik zum «Sehwunder» Bild: Kathrin Schulthess
10.05.2019 10:00

Sehwunder. Trick, Trug & Illusion

Die zweiteilige Ausstellung «Sehwunder. Trick, Trug & Illusion» im Bourbaki Panorama Luzern widmet sich vom 9. Mai bis 1. Dezember 2019 der Faszination optischer Errungenschaften. Zeitgenössische Interpretationen des Kollektivs «Seico» und der Hochschule Luzern Design & Kunst ergänzen die historischen Objekte um aktuelle Perspektiven.

In einer erstmaligen Kooperation zwischen dem Bourbaki Panorama Luzern und dem Thun-Panorama entsteht in diesem Jahr ein gemeinsames Ausstellungsprojekt. Beide Orte verfügen über erstrangige Artefakte der Panoramaproduktion aus dem 19. Jahrhundert. In Luzern prägt ein geschichtliches Ereignis das Bildmotiv: die Internierung der Bourbaki-Armee 1871. Von Edouard Castres in Genf gemalt, ist das Bourbaki Panorama Sinnbild für die humanitäre Tradition der Schweiz.

Alte Erfindungen neu gesehen

Bereits lange vor dem Fernseher gibt es Kisten, die Szenen aus aller Welt täuschend echt zeigen und von Schaumännern mit transportablen Guckkästen auf Jahrmärkten präsentiert werden. Die zweiteilige Ausstellung «Sehwunder. Trick, Trug & Illusion» zeigt eine Auswahl von optischen Erfindungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Was ist eine «Laterna Magica»? Wie funktioniert ein Praxinoskop? In den beiden Ausstellungen kann das Publikum über historische Apparate, Leihgaben vom Neuen Museum Biel, ins Staunen geraten und einiges gleich selbst ausprobieren. Auch ein Stereoskop aus der Sammlung des Alpineum Luzern wird zu erleben sein.

Aktuelle Interpretationen

Ungewohnte Perspektiven eröffnet das Kollektiv «Seico» aus Luzern: Die 30-köpfige Gruppe aus Illustratoren, Handwerkern, Künstlern und Grafikern kreiert an beiden Ausstellungsorten neue Installationen. In Luzern prägen die Kernthemen Krieg, Flucht und Humanität ihre Arbeit. In kleinen Dioramen präsentiert die Gruppe neue Ansichten und Aussagen oder verwischt mit einem Unendlichkeitsspiegel die Grenzen zwischen Realität und Illusion. Zusätzlich beteiligen sich Studierende des Gestalterischen Vorkurses der Hochschule Luzern Design & Kunst an Sehwunder. Sie zeigen mit Bilderstreifen wie aus Einzelbildern durch Drehung ein Film entsteht.

pd/sk