Ein Weltstar unter den Pianisten: Krystian Zimerman
Bild: z.V.g.
1/1 Ein Weltstar unter den Pianisten: Krystian Zimerman Bild: z.V.g.
07.06.2019 18:00

Krystian Zimerman und Kurt Aeschbacher im KKL

Krystian Zimerman spielt in seinem Konzert im KKL Luzern vom Dienstag, 18. Juni 2019, Werke von Brahms und Chopin. Ein ganz anderes Spektrum erwartet Kinder und Erwachsene am Sonntag, 16. Juni 2019, mit dem Familienkonzert, das Tanzmusik aus verschiedenen Epochen beinhaltet. Kurt Aeschbacher wird durch das Programm führen.

Die Musik des Familienkonzerts dieser Saison fährt in die Beine – Tanzmusik vom Barock bis zum 20. Jahrhundert sorgt dafür, dass mitgetanzt wird. Bei der bunten stilistischen Palette ist für alle Generationen etwas dabei. Höfisch formvollendet geht es bei Rameau und in Händels berühmter Sarabande zu. Im Rondeau seines 5. Violinkonzertes lässt Mozart in typisch schlitzohriger Manier das stilisierte Menuett auf einen feurigen türkischen Marsch prallen. Richtig wild wirds in Khachaturians Säbeltanz. Zum Schluss versetzt Sie Leonard Bernstein zurück ins New York der 1940er-Jahre mitten in das aufgeregte Hupen auf dem Times Square. Und spätestens dort wippen alle Beine mit.

Ein Stern am Pianistenhimmel

35 Jahre ist es her, seit von Krystian Zimerman eine Einspielung der dritten Klaviersonate von Brahms veröffentlicht wurde – damals übrigens seine erste Digitaleinspielung. Sie festigte seinen Ruhm als einer der tiefsinnigsten Musiker seiner Generation – ein Ruhm, der ihn in seinem künstlerischen Werdegang bis heute begleitet, weltweit. Dank Chopin wurde erstmals überhaupt die musikalische Öffentlichkeit auf diesen Pianisten aufmerksam, auch das weltweit – als Krystian Zimerman im Alter von nur 18 Jahren 1975 den renommierten, nur alle fünf Jahre ausgetragenen Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann. Damals ging ein neuer Stern am Pianistenhimmel auf. Ein Stern, der bald so hell und intensiv leuchtete, dass er fast alles in den Schatten stellte. Schnell realisierte die Musikwelt, dass Krystian Zimerman eine Klasse für sich ist – und geblieben ist bis heute: einer der ganz wenigen ganz Grossen.

pd/sk