Bis am 21. Juli 2019 gastiert der Nationalzirkus Knie anlässlich seines 100-Jahr-Jubiläums auf der Luzerner Allmend
Bild: Stefan Kämpfen
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Viktor Giacobbo und Mike Müller fühlen sich im Zirkuswagen wohl
Bild: Stefan Kämpfen
17/17 Viktor Giacobbo und Mike Müller fühlen sich im Zirkuswagen wohl Bild: Stefan Kämpfen
11.07.2019 16:00

«In der Garderobe reden wir über Bücher, Filme, Frauen und Politik»

Noch bis am 21. Juli 2019 gastiert der Nationalzirkus Knie anlässlich seines 100-Jahr-Jubiläums auf der Luzerner Allmend. Für heiteres Gelächter im Abendprogramm sorgen die beiden Starkomiker Viktor Giacobbo und Mike Müller. In einem Interview reden sie über ihre Zirkusnummern, wie sie miteinander auskommen und was sie von Luzern halten.

Wie seid Ihr eigentlich zum Zirkus Knie gekommen?

Giacobbo: Ich war ja schon im 2006 im Zirkus. Das ist offenbar gut angekommen und dann haben sie angefragt, ob ich wieder mal käme. Damals ist es wegen unserer gemeinsamen Sendung nicht gegangen. Später hatte der Zirkus dann Interesse an uns beiden. Ich habe Fredy Knie gesagt, er sollte doch den Mike selber fragen. Nach der Sendung haben wir dann zugesagt, nur schon, weil das mit dem 100-Jahr-Jubiläum besonders attraktiv ist.

Wie sieht Euer Zirkusalltag aus? Lebt ihr mit den Zirkusleuten zusammen, wohnt ihr im Hotel oder pendelt ihr gar?

Giacobbo: Da wir nur im Abendprogramm auftreten, würde es eigentlich mit Hotelübernachtungen oder dem hin- und herfahren gehen, aber dann würde man sich absondern. Das Tolle ist ja das mit dem Wohnwagen und dem Zusammensein mit den anderen Artisten. Gerade hier auf der schönen Allmend.

Also wohnt ihr tatsächlich im Wohnwagen?

Giacobbo: Ja.

Müller: In der Ostschweiz und in Basel waren wir auch schon im Wagen. Es ist überall da schön, wo die Wagen zusammen sind. Hier auf der Allmend ist ein superschöner Platz.

Um was geht es in Eurer Show? Ihr spielt ja Eure Figuren, wie Fredi Hinz und Mike Shiva. Welche noch?

Giacobbo: Ja, wir spielen verschiedene Figuren und zwar solche, die man von uns kennt. Fredi Hinz, Hanspeter Burri, Boppeler & Stark und dann machen wir noch zwei Imitationen. Mike spielt Mike Shiva und ich mache Roger Schawinski.

Ihr tretet ja mit zwei Schweinen Stupsi und Godeli auf. Hattet Ihr die Idee, mit Tieren aufzutreten oder wurde Euch das nahegelegt?

Giacobbo: Das ist alles eine Idee von uns selber gewesen. Wir zeigten es den Zirkusleuten natürlich im Vorfeld und sie geben uns ihre Meinung ab, aber die Nummern haben wir alle selber geschrieben.

Müller: Die Schweine hat der Zirkus allerdings selber gekauft. Die werden auch im Zirkus bleiben.

Es werden also keine Schinkli daraus gemacht?

Müller: Nein. Von keinem Tier im Zirkus.

Was gefällt Euch am Zirkus? Was ist Eure Motivation?

Giacobbo: Es ist eines der bekanntesten Live-Entertainment-Unternehmen in der Schweiz. Und noch dazu ein Familienunternehmen. 100 Jahre; das muss man zuerst einmal erreichen. Es ist ein mobiles Unternehmen für alle Leute, das verschiedene Orte in der Schweiz besucht. Knie nennt sich zwar Nationalzirkus, ist aber ein privates Unternehmen, das keine Subventionen erhält. Im Gegenteil: Der Zirkus liefert recht viel Geld ab, für die Plätze, die er belegt. Man kommt natürlich auch mit ganz vielen Artisten aus aller Welt zusammen, die man sonst nicht treffen würde. Und es ist die ultimative Live-Tournee in der Schweiz.

Ihr kommt gut an beim Publikum. Ist jemand von Euch der besondere Liebling der Massen?

Müller: Das ist eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird.

Giacobbo: Wir würden nicht mehr zusammenarbeiten, wenn nur der eine ankommt und der andere nicht.

Müller: Wenn dieses Problem vorhanden wäre, dann hätten wir nicht neun Jahre zusammen eine Late-Night-Show gemacht. Wir haben auch schon früher zusammengearbeitet, bei anderen Projekten. Wir treten als Duo auf. Sicherlich gibt es Leute, die Viktor besser finden und Leute, die mich besser finden, aber für uns sind nur gute Nummern relevant.

Ihr habt also auch keine Hackordnung?

Doch, doch, natürlich! (beide unisono)

Giacobbo: Ich bin der Chef und er muss alles machen...

Müller: Wir haben im dritten Wohnwagen einen Mediator, der mit uns mitfährt… Nein, das wäre ja schrecklich.

Was macht Ihr, wenn das Publikum mal nicht so auf Eure Witze eingeht. Improvisiert Ihr?

Giacobbo: Wenn ein Gag nicht ankommt, kann man noch so viel improvisieren; er kommt nicht besser an, wenn er schon vorbei ist. Die meisten Nummern sind geschrieben, das ist ein Dialog. Da wir wissen wir auch, dass sie ankommen. Das ist nicht immer genau gleich, es kommt auch auf Stimmung an. Manchmal gibt es auch ein Publikum, das ein bisschen langsam ist. Und dann gibt es Stellen, die auf Improvisation basieren, aber das merken die Leute auch.

Habt Ihr eigentlich auch privat miteinander zu tun oder nur rein beruflich?

Müller: Also, wenn man so eng zusammenarbeitet, - und das gilt nicht nur für den Viktor und mich, sondern im ganzen Umfeld, in dem wir uns bewegen -, dann entstehen aus der beruflichen Zusammenarbeit auch Freundschaften. Es gibt auch Komiker, die nicht freundschaftlich miteinander verkehren. Ich kann mir das nicht vorstellen. Es ist insbesondere deshalb angenehm, weil wir in der Garderobe auch über Bücher, Filme und Frauen reden…

Giacobbo: Politik kommt auch noch ein bisschen vor…

Müller: Es ist ein Privileg, wenn man Berufliches und Privates verbinden kann.

Giacobbo: Es ist ja nicht – in Anführungszeichen – nur Komik oder Schauspiel, was wir machen. Wir sind ja auch noch Autoren. Wir schreiben auch Politsatire-Dinge, weshalb man auch gewisse gemeinsame Interessen oder Sachen hat, die einem aufregen. Das ist auch etwas, das einem verbindet.

Habt Ihr wieder etwas für das Fernsehen geplant? Oder gar einen Film?

Giacobbo: Eine TV-Sendung habe ich nicht geplant, das ist bei mir gelaufen. Das war 25 Jahre lang so gewesen. Ich würde lieber andere Dinge machen, aber das sind alles vage Pläne, die ich nicht erzählen will. Aber es wird auf dem Gebiet der Komik sein…

Was waren bei Eurem satirischen Wochenrückblick Eure Lieblingsfiguren?

Giacobbo: Das kann ich nicht sagen. Eine Figur musste immer einem Sketch dienen. Man musste dann schauen, auf welche Figur passt das oder auf welche Imitation passt das. Meistens ist die Figur am interessantesten, die man gerade spielt.

Müller: Bei mir ist es genau gleich. Wenn man immer die gleichen Figuren bei Sketchen spielen müsste, wäre es auch langweilig geworden. Das ist ja auch das, was wir im Zirkus machen. Wir haben Figuren genommen, die man maskentechnisch und in der Zeit machen kann. Dann fällt schon mal viel weg. Wir haben uns überlegt, für welche Figuren man im Zirkus eine Situation schaffen kann. Die Nummern sind alle neu und auf den Zirkus bezogen. Und das sind die Lieblingsfiguren, von denen wir dachten, dass wir im Zirkus etwas Spannendes machen können. Aber es ist nicht so, dass wir etwas am liebsten spielen.

Machst Du, Viktor, wieder einmal etwas mit Harry Hasler, der ja eine sehr grosse Fanbase geniesst?

Giacobbo: Ich weiss es selber nicht. Ich werde ihn dann bringen, wenn er wieder mal passt oder wenn Peter Spuhler wieder einen Rollout für einen neuen Zug hat. Das kann gut sein, hier im Zirkus findet er aber nicht statt. Ich habe die Figuren auch nie ausgewählt, weil sie beliebt sind, sondern dann, wenn sie passen. Manchmal ist es auch gut, wenn man Figuren aus dem Verkehr zieht. Damals, Ende der 90er-Jahre, als der grosse Hype um Harry Hasler war und sein Song in der Hitparade, habe ich ihn bewusst etwas aus dem Verkehr gezogen.

Besucht Ihr ab und zu die Stadt Luzern und gefällt sie Euch?

Giacobbo: Luzern ist eine schöne Stadt, wir treten hin und wieder mal auf und wir haben auch Freunde hier. Aber es ist nicht so, dass es die schönste Stadt der Welt ist.

Müller: Ich habe einen Götti-Bueb hier. Und wie es Viktor schon sagte, wir spielen in den letzten Jahren alle unsere Produktionen, ob zusammen oder allein, immer hier. Luzern ist ein fester Ort auf der Tour.

Giacobbo: Und Luzerner spielen bei uns im Kasino-Theater. Wir sind da recht verbunden.

Müller: Wir haben auch das Gefühl, dass wir nicht weit weg von Luzern sind.

Die Fragen stellte: Stefan Kämpfen