Peter Schilliger, Nationalrat und Präsident der TCS-Sektion Waldstätte.
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1/3 Peter Schilliger, Nationalrat und Präsident der TCS-Sektion Waldstätte. Bild: TCS
Impressionen der 67. Ordentlichen Delegiertenversammlung der TCS-Sektion Waldstätte.
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2/3 Impressionen der 67. Ordentlichen Delegiertenversammlung der TCS-Sektion Waldstätte. Bild: TCS
Georges T. Roos, Zukunftsforscher und Gast-Referent an der 67. Delegiertenversammlung der TCS-Sektion Waldstätte.
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3/3 Georges T. Roos, Zukunftsforscher und Gast-Referent an der 67. Delegiertenversammlung der TCS-Sektion Waldstätte. Bild: z.V.g.
28.04.2019 14:00

Zukunftsforschung bestätigt TCS-Verkehrspolitik

Die Verkehrspolitik des TCS berücksichtigt die Megatrends der Zukunft. Dies zeigte die Delegiertenversammlung der Sektion Waldstätte. Was der führende Zukunftsforscher der Schweiz präsentierte, bestimmt bereits heute die Arbeit des TCS.

Was wird in 20 Jahren anders sein? Um diese Frage drehte sich das Referat von Georges T. Roos. Der führende Zukunftsforscher der Schweiz erklärte einige Megatrends, die das Leben in der Zukunft bestimmen werden. Dazu gehören etwa das rasante Bevölkerungswachstum, Beschleunigung, künstliche Intelligenz und die Alterung.

Megatrends haben Einfluss auf Mobilität

«2040 werden wir in der Schweiz 10 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner haben. Unsere Gesellschaft wird so alt sein wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Das stellt uns vor grosse Herausforderungen», sagte Roos. Der Megatrend Beschleunigung zeigt sich im technologischen, aber auch im sozialen Wandel. «Wissen altert immer schneller und die Planbarkeit nimmt ab.» Gleichzeitig wird es eine Entschleunigung als Gegentrend geben, «auch erzwungene Entschleunigung, also Stau.» Georges T. Roos machte deutlich, dass viele Megatrends einen direkten Einfluss auf die Mobilität haben. «Mehr Menschen heisst auch mehr Verkehr. Das Mobilitätsbedürfnis wird zunehmen.» Gleichzeitig wird sich die Mobilität verändern. «Elektrisch, autonom und geteilt – das sind die Aspekte der Mobilität der Zukunft.» Wichtige Treiber dahinter sind die künstliche Intelligenz und der neue Mobilfunkstandart 5G.

TCS-Verkehrspolitik antizipiert Zukunft

Der Blick in die Zukunft bestärkte den TCS in seiner Arbeit. «Unsere verkehrspolitische Agenda ist voll mit Projekten, die diesen Megatrends Rechnung tragen», sagte Alexander Stadelmann, Geschäftsführer der TCS-Sektion Waldstätte. «Wir setzen uns für den Durchgangsbahnhof ein, für den Bypass Luzern mit einer verträglichen Lösung bei der Spange Nord oder wirken bei Gesamtverkehrskonzepten und Verkehrsrichtplänen mit, welche die Mobilität von morgen im Auge haben.» Der TCS will erreichen, dass der Verkehr auch in Zukunft fliesst. «Das gilt für alle Verkehrsträger. Das intelligente Miteinander und Nebeneinander aller Mobilitätsformen wird in Zukunft noch wichtiger sein, wenn der Raum enger wird und die Bevölkerung altert. Auf die Alterung der Gesellschaft hat der TCS unter anderem mit spezifischen Kursen für Seniorinnen und Senioren bereits reagiert.

Verkehrspolitische Agenda ist voll

Was die verkehrspolitische Arbeit aktuell bestimmt, zeigte Vorstandsmitglied und Kantonsrat Daniel Keller den Delegierten und Gästen auf. Die Spange Nord bleibt ein zentrales Thema. «Aus Sicht des TCS braucht es eine Lösung, damit der Ab- und Zufluss auf die neue City-Autobahn funktioniert. Wir sind aber ergebnisoffen.» Ein weiteres Thema waren Tempo 30 Zonen auf Hauptstrassen, die der TCS ablehnt. «Das führt zu einer Rechtsunsicherheit, bringt keinen Mehrwert bei Sicherheit und Lärm, hat einen Verlust der kantonalen Planungshoheit zur Folge und einen Kapazitätsverlust», erklärte Keller. Zuvor hatten die Delegierten den Jahresbericht und die Jahresrechnung der Sektion Waldstätte einstimmig genehmigt. Die Jahresrechnung weist einen Gewinn von rund CHF 8’000 auf.

pd/cs