Kurt Sidler, Peti Federer und Herbert Gut (v.l.) führen die erste «Värsli-Brönzlete» am «Komische Frytig» vom 21. Februar 2020 durch.
Claudia Surek
1/1 Kurt Sidler, Peti Federer und Herbert Gut (v.l.) führen die erste «Värsli-Brönzlete» am «Komische Frytig» vom 21. Februar 2020 durch. Claudia Surek
10.07.2019 12:45

Värsli-Brönzlete am «Komische Frytig»

Früher war es gang und gäbe, dass Luzerns Restaurants und Beizen während der Fasnacht von Gruppen und Einzelpersonen aufgesucht wurden, die Sprüche klopften und Personen auf die Schippe nahmen. Dieser Tradition wollen Kurt Sidler, Herbert Gut und Peti Federer neues Leben einhauchen.

«Wir wollen die Beizenfasnacht wieder reaktivieren», informierten die drei genannten Herren an einer Medienorientierung. Dafür haben sie schon Vorarbeit geleistet und mit ihrer Idee offene Türen eingerannt. Sie basiert auf der Tradition des Intrigierens, auf die Schippe nehmen und Sprücheklopfens in Beizen und Restaurants, die durch die Veränderung der Luzerner Fasnacht immer mehr in den Hintergrund geriet. Mit der sogenannten «Värsli-Brönzlete» am «Komische Frytig» (dem Tag zwischen Schmutzigen Donnerstag und Rüüdige Samschtig) soll das wieder vermehrt stattfinden. Geplant ist, dass 8 bis 10 Gruppierungen von Restaurant zu Restaurant ziehen und im Halbstundentakt auftreten. Gestartet wird mit sechs Gastronomiebetrieben (Lapin, Barbatti, La Suisse, Schweizerhof, Rebstock und Luzernerhof). Das OK der «Versli-Brönzlete» mit Kurt Sidler, Herbert Gut und Peti Federer konnte bereits Gruppierungen, die sich teilweise noch formieren oder schon bekannt sind, gewinnen: Urbi@Orbi – die drei Päpste, Theatergruppe der Maskenliebhaber-Gesellschaft der Stadt Luzern, die Frauenzunft, Zunftrat der spassigen «Zunft zu GrodonBlöö Lozärn», «Echo vom Pulvertrum» der Wey-Zunft, Sprüchli-Gruppe der Fidelitas Lucernensis, Geyger-Chlais aus Dallenwil (alt Frohsinnvater), Motteri’s aus Malters und als musikalisches Intermezzo die Kleinformation Corretto.

Reservationen im Herbst 2019

Die erste «Versli-Brönzlete» vom 21. Februar 2020 verspricht sowohl Gemütlichkeit wie auch Heiterkeit. Ab zirka 18.15 Uhr wird ein Nachtessen angeboten und ab 19 Uhr beginnen die Gruppierungen mit ihren Auftritten. «Als symbolischer Eintrittspreis wird eine 10er-Note erhoben. In welcher Form ist noch offen. Er könnte beispielsweise im Menupreis integriert werden», sagte Kurt Sidler, der als einstiger Geschäftsführer von LuzernPlus mit dem Altfäsnächtlichen Brunch im Hotel Seeburg einen erfolgreichen und immer in Kürze ausverkauften Anlass mit Schnitzelbankgruppen aus Stadt und Land Luzern, lancierte. Von diesem sind auch Urbi@Orbi bekannt, bei der Herbert Gut ein Mitglied ist. Peti Federer, der dritte im Bunde des «Versli-Brönzlete-OK, ist seit 32 Jahren Mitglied der Guuggenmusig Chottlebotzer und Ehrentambourmajor, als Delegierter der Zunft zu Safran im Lozärner Fasnachtskomitee und Zunftmeister der «Zunft zu GordonBlööö». Wer sich auf dem aktuellen Stand zur Versli-Brönzlete halten möchte, kann dies zurzeit auf facebook.com/vaerslibroenzlete tun. In den nächsten Wochen wird es auch eine Website geben.

Claudia Surek