Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche.
Bild: Corinne Schnider
1/8 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche. Bild: Corinne Schnider
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche.
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2/8 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche. Bild: Corinne Schnider
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche.
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3/8 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche. Bild: Corinne Schnider
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche.
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4/8 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche. Bild: Corinne Schnider
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche.
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5/8 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche. Bild: Corinne Schnider
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche.
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6/8 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche. Bild: Corinne Schnider
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche.
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7/8 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche. Bild: Corinne Schnider
Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche.
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8/8 Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule alpenquai Luzern am Robootik Workshop während der Technikwoche. Bild: Corinne Schnider
23.05.2019 18:00

TechnikerInnen der Zukunft

Technik, nur etwas für Jungs? Oder doch etwas für teamfähige, visionäre, interdisziplinär denkende Jugendliche, welche kreative Lösungen für die Probleme unserer Gesellschaft entwickeln wollen? Die Technikwoche der Kantonsschule Alpenquai Luzern, bietet 26 Schülern Gelegenheit, sich eine Woche lang intensiv mit der Bedeutung solcher Themen auseinanderzusetzen.

Organisiert wird die Technikwoche von der Vereinigung "IngCH Engineers", die mit dem Projekt, den Jugendlichen, die häufig noch fremde Welt der Technik und Informatik näherbringen will. Die Workshops reichen vom Brückenbau über Photovoltaik, Besuche an der ETH Zürich, Firmenbesuche bei der Victorinox AG bis zu theoretischen Aspekten Referaten von Fachpersonen und Berufsleuten an der Kantonsschule.

Workshop mit einem Roboter

Automation ist ein fundamentaler Bestandteil unserer Gesellschaft und zwar in den verschiedensten Bereichen. In der Industrie, im Transportwesen, aber auch im privaten Leben setzen wir oftmals auch unbewusst Automationstechnologie ein. Demzufolge drehte sich an einem der fünf Workshop Tage alles um das Thema Roboter. Beim Besuch an der Kantonsschule Alpenquai, stand ein Robotik Workshop mit Vance Carter an. (Berufsbezeichnung) Dabei versuchten sich die Schüler mit Lego-Mindstorms-Robotern, die es mit unterschiedlichen Sensoren so zu programmieren galt, dass diese ein ausgestecktes Feld mit Duplosteinen aufräumen können. Die wissbegierigen Schüler sind motiviert, versuchen sich unter Anweisung gerne der komplexen Aufgabenstellung von Vance Carter. Ein sympathischer Ingenieur oder eine Informatikerin überzeugen denn auch vielmehr als jedes gewöhnliche Unterrichtsbuch.

Verstaubtes Berufsbild

Da man im Gegensatz zu vielen anderen Berufen die Ingenieure im Alltag kaum sieht, sind solche Spezialwochen umso wichtiger, so Projektverantwortliche Helena Kordic. Ingenieure und Ingenieurinnen sind in der Schweiz nach wie vor schwer zu finden. Der Fachkräftemangel betrifft entsprechend viele Firmen: Vom Elektroingenieur über den Maschinenbauer und Informatiker bis zum Bauingenieur werden alle Disziplinen gesucht. Laut Studie ist der Index für den Mangel an Berufsleuten im Vergleich zum Vorjahr in den Bereichen Technik und Naturwissenschaften um 9 % und für die Berufe der Informatik um 8 % gestiegen. So sind sie, die zukünftigen Ingenieure und Ingenieurinnen: Sie befassen sich mit schwerwiegenden und komplexen Dingen, denken nach, probieren aus und finden schliesslich eine überzeugende Lösung. Obwohl die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen ganz andere Problemlösungsstrategien verlangen, hat sich das Bild vom Ingenieur als «Tüftler» bis heute hartnäckig gehalten. Meist arbeiten sie heute in interdisziplinären Teams und pflegen intensiven Kontakt zu ihren Kunden.

Frauen und technische Berufe

Auswertungen der Fachstelle Berufsbildung im Kanton Luzern zeigen bei Männern und Frauen gravierende Unterschiede. Das männliche Geschlecht ist bei handwerklichen, technischen und naturwissenschaftlichen Berufen markant stärker vertreten. Fakt ist, viel weniger Frauen studieren sogenannte MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) als Männer. Bei den Maschinen- und Elektroingenieuren der ETH beispielsweise beträgt das Verhältnis zwischen Männern und Frauen 85 % zu 15 %. So überrascht es auch nicht, dass Schülerinnen der MINT-Schwerpunktfach Klassen an der Kantonsschule Alpenquai in der Minderzahl liegen.

Brigitte Manz-Brunner, Geschäftsleiterin von SVIN (Schweizerische Vereinigung der Ingenieurinnen), fügt an: «Es dauert lange, bis sich die Wahrnehmung der Gesellschaft zu Frauen in der Technik wandelt. Dazu braucht es Vorbilder und das Umfeld der Mädchen muss sensibilisiert werden, von den Eltern über die Lehrpersonen bis zu den Berufsberatungsstellen». Die Zukunft zeigt, es gibt keine «Berufe für Männer» und «Berufe für Frauen». Ein grosses Anliegen ist die Förderung der Frauen in solchen Berufen auch der Prorektorin Kantonsschule Alpenquai, Gabrijela Pejic-Glisic. Folglich lanciert die Kantonsschule Alpenquai das MINT-Frauennetzwerk, mit dem Ziel, bei den jungen Frauen das Interesse für die sogenannten MINT-Fächer, Studiengänge und -berufe zu wecken sowie die Vielfalt der beruflichen Perspektiven aufzuzeigen. In diesem Rahmen kommen Schülerinnen, Studentinnen und Frauen an den MINT-Experimentiertagen in einen intensiven Austausch.

Blick in die Zukunft

Trotz allgemein steigender Studentenzahlen hat sich die MINT-Nachwuchsförderung noch nicht etabliert. Aktuell ist es Zufall, ob ein Jugendlicher an einem "Tec-Day" oder einer Technikwoche teilnimmt. Es gibt 40 Technikwochen pro Jahr, aber 150 Gymnasien in der Schweiz. Mit den bestehenden Ressourcen ist es nicht möglich, alle Schüler zu erreichen, so Kordic.

Die Jahresevaluationen des Projektes‚«Technik- und Informatikwochen» von «IngCH» beweisen aber, dass sich bei rund 50% der Teilnehmenden das Bild des Ingenieurberufes positiv verändert und sich 15% überhaupt erst ein Bild der Tätigkeit machen können. Ausser Frage, Bedarf solcher Technikwochen und allgemeiner Förderung der technischen Berufe ist unumgänglich.

Corinne Schnider