Speerwerfer Thomas Röhler vor dem Abwurf
Bild: Rolf Häfliger
1/2 Speerwerfer Thomas Röhler vor dem Abwurf Bild: Rolf Häfliger
OK-Präsident Spitzenleichtathletik Luzern, Karl Vogler
Bild: z.V.g.
2/2 OK-Präsident Spitzenleichtathletik Luzern, Karl Vogler Bild: z.V.g.
16.07.2019 12:00

«Luzern ist sehr gut für Rekorde geeignet»

Vergangene Woche gaben sich beim Luzerner Meeting nationale und internationale Leichtathletik-Stars die Klinke in die Hand. In einer Nachbetrachtung der etwas anderen Art steht Karl Vogler, OK-Präsident Spitzenleichtathletik Luzern, Red und Antwort.

Was macht das Luzerner Leichtathletik-Meeting so attraktiv?

Die familiäre Atmosphäre. Die AthletInnen werden sehr gut betreut und stehen sehr nahe beim Publikum im Mittelpunkt. Die AthletInnen wohnen mitten in der Stadt und können sich frei bewegen. Luzern ist weltweit bekannt als Tourismus-Destination.

Welche Leistung hatte Sie am diesjährigen Meeting am meisten beeindruckt?

Das Speerwerfen der Damen und Herren. Der 3000-Meter-Lauf von Julien Wanders. Er hat eine grosse Zukunft auf den Langstrecken vor sich.

Gab es etwas, was Sie enttäuscht hat? Der Auftritt von Alex Wilson vielleicht?

In den Sprints und den 100-Meter- und 110-Meter-Hürdenrennen hatten wir leider Gegenwind. Die Leistungen waren trotzdem sehr gut. Alex Wilson hat sicher nicht die Leistung gebracht, die wir erwartet haben. Er hat anscheinend eine Rippenverletzung gespürt.

Es waren viele Schweizer Top-Athletinnen und -Athleten anwesend. Die internationalen Stars fehlten. Ist es realistisch, irgendwann auch die Welt-Elite in Luzern zu sehen?

Wir hatten über 16 Medaillengewinner/-innen an WM, Olympiade und EM am Start. Die Weltmeister/-innen und Olympiasieger/-innen im Speerwerfen Damen und Herren. Bei den 100 Meter Hürden der Damen sogar die aktuelle Nummer eins im Jahre 2019 usw. Wir haben die Schweizer Top Athletinnen und Athleten für das Publikum in den Vordergrund gesetzt.

Denken Sie, dass die kleine Anlage mit dem geringen Fassungsvermögen an Zuschauern ein möglicher Grund für eine Nicht-Teilnahme sein könnte? Oder sind es vor allem auch finanzielle Aspekte?

Die Nähe zum Publikum macht unser Meeting für die AthletInnen sehr attraktiv. Unser Stadion hat ein Fassungsvermögen von maximal 9'000 Zuschauern, was für die Leichtathletik ideal ist. Wir haben ein relativ tiefes Budget von Total 750 000 Franken. Dank unseren sehr guten Beziehungen gelingt es uns immer wieder, Weltklasse-AthletenInnen zu verpflichten.

Welchen Superstar der Leichtathletik würden Sie persönlich gerne auf der Allmend begrüssen?

Ich hätte gerne einmal die Top-Stabhochspringer in Luzern.

Ist das Luzerner Terrain für Rekorde geeignet? Welche Rekorde wurden auf der Luzerner Allmend schon gebrochen?

Ja, das Luzerner Terrain ist für Rekorde geeignet. Es wurden schon einige Rekorde aufgestellt. Die Siegerin im Speerwerfen, Barber Kelsey-Lee, stellte mit 67,70 Meter einen neuen Australischen Rekord auf. Die Schweizerin Andrea Hodel erreichte im Stabhochspringen mit 4.36 Meter eine Jahresweltbestleistung in der Kategorie U20 Damen.

Was verdient ein Schweizer Top-Crack bei einem Auftritt in Luzern? Nehmen wir als Beispiel Mujinga Kambundji.

Darüber sprechen wir nicht.

Wo nächtigten die Leichtathletinnen und Leichtathleten? Hatten Sie bisweilen auch mit Star-Allüren zu kämpfen?

Die Athletinnen und Athleten waren in verschiedenen Hotels: Bürgenstock Resort, Continental und das neue Holiday Inn. Star-Allüren kennen wir bei unseren Leichtathletinnen und Leichtathleten nicht.

Welche Athletin, welcher Athlet ist für Sie die/der Grösste aller Zeiten?

Der bekannteste Athlet der letzten Jahre ist sicher der Jamaikanische Sprinter Usain Bolt, er war ein Jahrhunderttalent.

Die Fragen stellte: Stefan Kämpfen